Vision und Leitbild

Mike Friedrichsen hat in seinem Beruf als Professor die Mission, Studierende zu befähigen, digitale Umgestaltungsprozesse zu verstehen und als Berufstätige und Wissenschaftler aktiv vorantreiben zu können. Dabei legt er besonderen Wert auf die Förderung logischen und strukturierten Denkens und Handelns unter Einsatz analytischer Methoden hin zur digitalen Kompetenz. Mike Friedrichsen strebt nach interdisziplinärer und zugleich transdisziplinärer Vernetzung. Dazu arbeitet er in der Lehre sowie in Forschung und Entwicklung systematisch mit Anwendern und Vertretern von Wissen aus der beruflichen und gesellschaftlichen Praxis auf neuestem technischen Stand zusammen.

In der transformativen Forschung, die sich an gesellschaftlichen Problemstellungen orientiert und konkrete Transformationspfade entwickelt, versteht Mike Friedrichsen sich als Teil der internationalen Scientific Community.

Besonders wichtig ist Mike Friedrichsen die Besonderheiten von Menschen zu berücksichtigen und ihre Begabungen und Fähigkeiten optimal auszuschöpfen, unabhängig von Bildungshintergrund, Geschlecht, sozialer oder ethnischer Herkunft.

Mit seinen aktuellen Lehr- und Forschungskonzepten will Mike Friedrichsen einen Beitrag zu einer zukunftsorientierten, international wettbewerbsfähigen digitalen Kompetenzausbildung leisten. Als Basis sollen dazu wissenschaftlich fundierte und forschungsorientierte Studienangebote mit Ausrichtung auf die Anforderungen und Rahmenbedingungen der digitalen Welt dienen. Das wissenschaftliche Profil von Mike Friedrichsen ist somit interdisziplinär auf die Bereiche digitale Ökonomie, digitale Technologien, digitale Kommunikation und digitale Kultur ausgerichtet.

Mike Friedrichsen möchte – auch mit der Neugründung einer Universität – das gegenwärtige Lernen sukzessive in ein vollständig neues Grundverständnis von Lernverhalten und Wissensvermittlung führen. Die Vision ist, dass durch die Adaption einer optimalen digitalen Lernumgebung sowie der Möglichkeit eines vollkommen individualisierten Studiums, verbunden mit der konkurrenzlosen Flexibilität einer sozial-interaktiven Plattform, digitale Kompetenzen kontinuierlich aufgebaut werden können. Diese Weiterentwicklung ist streng auf digitaler Philosophie basierend und forschungsgebunden, was den Innovationsanspruch von Mike Friedrichsen entscheidend prägt. Mike Friedrichsen  möchte somit nicht zuletzt den Humboldt‘schen Gedanken in zeitgemäßer Form fortsetzen.

Mike Friedrichsen will zur Etablierung von Digital Sciences beitragen, dabei sind seine zentralen Annahmen:

»     Die digitale Welt ist Teil der realen Welt, sie verändert die reale Welt qualitativ und quantitativ.

»  Die digitale Welt entwickelt sich zum „Gehirn der Menschheit“, als Erinnerung, Arbeitsgedächtnis, Entscheidungsträger und Reaktion (Aktion).

 

»    Künstliche Intelligenz wird zu einem hierarchischen Konzept von der allgemeinen künstlichen Intelligenz zur individuellen künstlichen Intelligenz. Die Hierarchie kann als abstrakt, verknüpft, zentralisiert oder verteilt verstanden und bevorzugt werden.

»  Politische, wirtschaftliche, kulturelle und emanzipatorische Fragen und die jeweiligen sozialen und wirtschaftlichen Machtverhältnisse spielen eine Rolle bei der Entscheidung (Humanitätsentscheidung), ob und welche Technologien und Systeme (wir z.B. künstlichen Intelligenz) eine beherrschende Stellung einnehmen und wie autonome Entscheidungen zukünftig getroffen werden können.

»   Digital Sciences ist sowohl Philosophie über die Durchdringung, Vernetzung und den Vorrang digitaler Medien und ihrer intelligenten Knoten in der menschlichen Gesellschaft – als auch die Generierung des notwendigen Wissens über ihre technischen Entwicklungsparameter, Schritte und Möglichkeiten.

» Digital Sciences will eine wichtige Reflexionsfläche für individuelle, kollektive, soziale und politische Entscheidungen sein und generiert verifiziertes Wissen über das Wesen des Menschen im digitalen Raum sowie über den digitalen Raum und seine eigenen Gesetze.

» Digital Sciences bedient sich nicht zuletzt der Methode der teilnehmenden Beobachtung aus den Sozialwissenschaften; sie gestaltet den digitalen Raum mit, fördert und entwickelt Innovationen, sensibilisiert Menschen für Entscheidungen und regt die Diskussion über die Veröffentlichung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Gesellschaft als Ganzes (global) an.

» Digital Sciences bewertet bestehende ethische Bewertungssysteme und fördert deren Weiterentwicklung, macht auf Widersprüche aufmerksam und sucht nach Lösungen. Es definiert und erforscht Begriffe aus der digitalen Welt und strebt nach semantischer Mediation im globalen Kontext.

»    Der Kern von Digital Sciences ist der digitale Raum als technisches, soziales, wirtschaftliches und politisches Medium